5G: Die geheime Gefahr PDF Drucken

 

5G: Die geheime Gefahr

München/AK. Der Blick geht nach unten auf einen kleinen Bildschirm, der blaues Licht ausstrahlt: Unterwegs an der Haltestelle, in der S-Bahn, auf dem Spielplatz, im Kaufhaus, in der Schule, zu Hause auf dem Sofa … Das Smartphone hat binnen zehn Jahren unseren Alltag verändert. Es ist zum Allrounder in unserem Leben geworden: Fotografieren, filmen, networken, Online-Banking, Video-Konferenzen, chatten, navigieren und natürlich telefonieren. Viele können sich ein Leben ohne diesen ständigen Begleiter nicht mehr vorstellen. Schöne neue Welt, in der schließlich durch die schnellere Datenübertragung des 5G-Netzes alle elektrischen Geräte über das Internet vernetzt sind (Internet der Dinge) oder geht von der Mobilfunkstrahlung eine „geheime Gefahr" aus, die uns krankt macht und vor der wir uns schützen sollten? Von 2030 an soll dann als nächster Schritt das 100 Mal schnellere 6G-Netz das 5G-Netz ablösen, plant Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU).

 

Macht Mobilfunk krank?


Umweltmediziner wie Dr. med. Joachim Mutter warnen vor dem neuen Mobilfunkstandard „5G" als eine „Gefahr für die Gesundheit“. In seinem neuen Buch „5G: die geheime Gefahr. Wie uns der neue Mobilfunk krank macht und wie wir uns schützen können", beschreibt er die möglichen Folgen für unsere Gesundheit durch Mobilfunkstrahlung: verändertes Erbgut, Verminderung der Gedächtnisleistung, Schwächung des Immunsystems, erhöhtes Krebsrisiko, Öffnen der Blut-Hirn-Schranke, erhöhte Belastung mit schädlichen freien Radikalen, verstärkte Schlafstörungen und chronische Müdigkeit, Förderung von Depressionen …  Die Liste ist lang. Der Ausbau des 5G-Netzes werde diese gefährliche Strahlung noch verstärken.

Die Beeinträchtigung von Mobilfunkstrahlung zeigte sich während seiner Tätigkeit als Arzt in der Universitätsklinik in Freiburg. Denn es kamen immer mehr Patienten in die umweltmedizinische Klinikambulanz, die glaubten, „durch Mobilfunk krank geworden zu sein", wie etliche Fallbeispiele belegen. Die Patienten beschrieben unter anderem verschiedene Symptome wie Herz- und Kreislaufbeschwerden, Herzrhythmusstörungen, Kopfschmerzen, Schwindel, Verdauungsprobleme, Heißhunger auf Süßes und Kaffee, Schlaflosigkeit, Konzentrationsstörungen, Taubheit, Muskelzucken, Unruhe oder Ohrgeräusche, meist ohne medizinischen Befund. Oftmals war in ihrer Wohnortnähe ein Mobilfunkmast in Betrieb genommen worden oder die Patienten hatten sich ein Schnurlostelefon oder eine WLAN-Box gekauft.

 

Alles nur Einbildung?

 

Waren diese Beschwerden wirklich nur psychisch, wie er und viele seiner Kollegen anfangs annahmen? Stand doch auch im „Deutschen Ärzteblatt", Mobilfunk könne keine Beschwerden auslösen.
Dr. Mutter änderte jedoch seine Meinung, als eine Mutter mit ihrem Sohn in die Ambulanz kam. Beide hatten viele Beschwerden, die neu waren. Der Notendurchschnitt des Sohns hatte sich um zwei Stufen verschlechtert, sodass seine Versetzung gefährdet war. Die Beschwerden waren vor sechs Monaten relativ plötzlich aufgetreten. In der gleichen Zeit vor sechs Monaten war eine in einem Kirchturm versteckte UMTS (3G)-Anlage in Betrieb genommen worden, von der Mutter und Kind nichts wissen konnten. Nachdem die Wohnung abgeschirmt worden war, wurden beide vollständig gesund.
Ebenso konnte der bekannte Umweltmediziner beobachten, dass die Beschwerden von Patienten in einer funkarmen Umgebung fast vollständig verschwanden. Auch völlig gesunde Menschen fühlten sich in einem funkarmen Hotel besser.

 

Krank durch TETRA-Funk?

 

Ein Polizeibeamter klagte über Herz- und Kreislaufbeschwerden, die genau dann begonnen hatten, als in seiner Dienststelle der TETRA-Funk eingeführt wurde. Ein anderer Beamter nahm vermehrt Krebserkrankungen unter den Bediensteten wahr, seitdem 2010 auf das digitale TETRA-System in seiner Dienststelle umgerüstet worden war. Der TETRA-Funk kann Gebäude durchdringen und „strahlt in einem ähnlichen Frequenzbereich wie die 0,45-Gigaherz-Frequenz im FR1 (Frequency Range 1) von 5G". Leider hat der Autor hier nicht gesagt, dass in diesem Frequenzbereich seit über 50 Jahren Funkdienste wie Taxifunk, Polizeifunk und bis vor kurzem Fernsehen per Antenne aktiv sind bzw. waren. Die Ausführungen zum TETRA-Funk-System wurden allerdings nicht konkret mit Studien belegt.

 

Unklare Studienlage

 

Dr. Mutter geht ausführlich auf internationale wissenschaftliche Studien bezüglich Mobilfunk ein, die diese Schäden am menschlichen Körper sowie an Tieren belegen und beklagt, dass „das wirkungsvolle Lobbying der Industrie" die Veröffentlichung kritischer Studien und Berichte in den Medien verhindere oder verzögere.
In der Wissenschaft herrsche keine „Einigkeit" bezüglich der Studienlage. Regierungen, Medien, Politiker und Ärzte würden von Studien beeinflusst, die keine schädlichen Wirkungen von Mobilfunk gefunden haben, zumal die Mobilfunkindustrie als „wichtigster Anzeigenkunde" eine Marktmacht in der Medienlandschaft sei. So wurden laut dem Präsidenten des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS), Prof. Wolfram König, Kinderstudien und Langzeitstudien sowie eine Mobilfunkmaststudie „auf Druck der Mobilfunkindustrie gestrichen". In einer Studie zeigten sich „signifikante Zusammenhänge zwischen Handy, DECT, WLAN, Handymasten und Befindlichkeitsstörungen von Jugendlichen zwischen 13 und 17 Jahren sowie von Kindern zwischen acht und zwölf Jahren".

 

Schutz vor Strahlung

 

Dr. Joachim Mutter gibt unter anderem folgende Tipps, um sich vor Mobilfunkstrahlung zu schützen bzw. diese zu minimieren:

  • kleine Empfängerantenne an der Hauswand installieren und schwache Signale über ein abgeschirmtes Kabel ins Haus leiten.
  • Übertragung mit Licht (Li-Fi) statt WLAN,
  • Anschluss der mobilen Geräte per Adapter über kabelgebundene Zusatzgeräte,
  • Übertragung mit Glasfaserkabeln statt mit Funksendern,
  • Ausschalten aller mobilen elektronischen Geräte: Fernseher, PC, Tablet,
  • WLAN und alle Suchfunktionen deaktivieren und mit LAN-Kabel-Kommunikation arbeiten,
  • im Flugmodus mit dem Smartphone telefonieren bzw. mit Headset,
  • tragen von Abschirmkleidung,
  • Taschen fürs Smartphone erwerben, welche die körperzugewandte Seite abschirmen,
  • Basisstation von Schnurlostelefonen (DECT) stromlos schalten: Besser wäre es allerdings, auf Schnurlostelefone zu verzichten oder zumindest den echten Eco-Mode einzustellen, wenn wirklich kein leitungsgebundenes Telefon möglich ist,
  • bei Solarstrom den Wechselrichter im Haus abschirmen,
  • mit strahlungsarmem Schlafzimmer (kein Handy- oder WLAN-Empfang, keine Radio-, Radar- oder sonstige Funkbelastung mit Baldachin und Bodenmatte abgeschirmten Bett, idealerweise ohne Federkernmatratzen, die das Funkfeld wie Antennen um bis das 700-fache verstärken können) stromfrei gesunden Schlaf fördern,
  • am Tag blauhaltiges Sonnenlicht für die Serotoninbildung (Glückshormon) tanken,
  • abends und nachts eine das Blaulicht herausfilternde Gelbbrille tragen,
  • eigene Wohnung in einem Mehrfamilienhaus abschirmen und Nachbarn darüber informieren.

 

Metalle im Körper wirken als Antennen

 

Der Umweltmediziner macht darauf aufmerksam, dass Metalle im Körper, wie zum Beispiel Piercings, Quecksilber in Amalgamfüllungen oder andere Metalle an den Zähnen (Implantate) als Antennen für Funkstrahlungen fungieren und diese um das 400 bis 700-fache verstärken können, da elektrische Ströme durch diese erzeugt würden. Außerdem seien viele Metalle (unter anderem Eisen, Blei, Aluminium, Kupfer, Titan, Arsen im Boden, Fluorverbindungen in Zahnpflegemitteln) krebserregend und verursachten manchmal Sensibilisierungen, Entzündungen, Allergien, Gehirn- und andere Erkrankungen.
Er sieht die Zunahme der tödlichen ALS-Krankheit (Amyotrophe Lateralsklerose) in den letzten 30 Jahren sowie die erhöhte Zahl junger Erkrankter an Parkinson und Alzheimer in diesem Zusammenhang. Für den Schutz der Bevölkerung werde nichts getan, obwohl seit einigen Jahren bekannt sei, wie Funkstrahlung lebende Zellen schädige.
Auch unsere Nahrung und unser Trinkwasser können mit Chemikalien und Metallgiften belastet sein. Dr. Mutter nennt beispielsweise Meeresfische, die mit Arsen, Quecksilber, DDT, PCB, Blei, Mikroplastik oder auch mit radioaktiven Partikeln belastet sein können. Nur noch kleine Fische wie Sardellen oder Wildfische aus unbelasteten Bergseen können „eingeschränkt verzehrt werden". Er empfiehlt, auf Bioqualität zu achten und nennt EU-Biolabel wie „Demeter", „Bioland" oder „Naturland" und europäische Produkte zu bevorzugen.
Ausführlich geht der Autor auf Impfstoffe und Impfungen, auf Gifte am Arbeitsplatz und in der Wohnung, auf schädliche Stoffe in Hygieneprodukten und in der Kleidung, auf Infektionen sowie auf Rauchen und Alkohol ein.

 

Gesundheit stärken

 

Wie können wir bei diesen vielen Umweltbelastungen unseren Körper stärken?
Um sich gezielt zu erholen, empfiehlt Dr. Mutter „Medienfasten", also auf TV, Gewaltspiele, Presse, Smartphone, PC etc. bewusst zu verzichten und stattdessen in der Natur spazieren zu gehen, besonders im Wald („Waldbaden"). Aber auch sich massieren lassen, meditieren, geliebte Sportarten ausüben oder sich mit Büchern, Theater oder Kunst entspannen.
Außerdem wenig Stress, guter Schlaf, einen „giftfreien Mund" ohne Amalgamfüllungen sowie Antioxidantien wie Selen, Vitamin C, Zink, Melatonin, Propolis oder Kurkumin, die laut Studien durch Funk ausgelöste DNA- und Membranschäden „abmildern können". Zuvor sollte man anhand von Laborwerten bei einem Arzt den Gesundheitszustand überprüfen lassen. Hierzu nennt der Autor eine lange Liste von Werten und verweist auf Bücher, Links und Studien im Anhang.
Ebenso könne „die richtige Ernährung" eine „überaus positive Wirkung zeigen", nämlich überwiegend Rohkost aus biologischem Anbau oder selbst gesammelte Wildpflanzen sowie maximal drei Mahlzeiten pro Tag ohne Zwischenmahlzeiten.
Der Umweltmediziner zeigt, wie eine Ernährungsumstellung gelingt, gibt Tipps für Smoothies aus frischem Gemüse, für Nahrungsergänzungsmittel (Vitamine und Mineralstoffe, vor allem Vitamin D), worauf man eher verzichten sollte (Haushaltszucker, Milch und Milchprodukte), welche Fettsäure heilend wirkt (Buttersäure), Tipps für Bewegung und Sport (Ausdauer- und Intervalltraining, Dehnübungen) sowie zahlreiche Tipps, um den Körper zu entgiften.

 

Fazit des Autors: „Räume ohne Strahlung hat der Mensch verdient! Und vor allem Ihre Kinder und alle nachfolgenden Generationen, die gerade einem beispiellosen Experiment ausgesetzt werden." Daher regt er an, „dass wir uns gegen den weiteren Ausbau des Mobilfunks wehren sollten".
Die Gefahren der Funkstrahlung hat der Autor anhand vieler Fakten, Fallbeispielen und Studien evidenzbasiert und sachlich aufgezeigt.

 

Mutter, Joachim: 5G: Die geheime Gefahr. Wie uns der neue Mobilfunk krank macht und wie wir uns schützen können. 192 Seiten, Softcover, GRÄFE UND UNZER Verlag, München 2020. Preis: 12,99 € (D). ISBN: 978-3-8338-7538-0. Infos: www.gu.de

 

Jetzt kaufen bei Amazon: 5G: Die geheime Gefahr. Wie uns der neue Mobilfunk krank macht und wie wir uns schützen können

 

Weitere Infos:

 

 

 

 zurück